
Teuerung sowie Kosten für Energie und Bürokratie verunsicherten die Menschen. Die neue Regierung müsse dafür sorgen, dass wieder Zuversicht entstehe, fordert Felbermayr, Chef des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung. Am wichtigsten sei es, global wettbewerbsfähig zu bleiben: „Wir sind ein alternder Kontinent, die Bevölkerung ist im Durchschnitt knapp unter 50 Jahre alt, in den USA ist sie acht Jahre jünger.“
Warten auf bessere Zeiten
Ein offensives Vorgehen sei das, was Europa fehle. Man habe die Entwicklung von Technologien verschlafen. „Wir warten ständig auf etwas Besseres – etwa bessere Batterien von E-Autos, anstatt das Bessere zu entwickeln, betont Kocher. „Die Chance ist da, selbst wenn man nicht die Nase vorn hat“, zeigt er sich optimistisch.
Trumps Wiederwahl – kann Europa Selbstständigkeit?
Wegen der Handelsverflechtungen mit den USA und der damit verbundenen gegenseitigen Abhängigkeit sei klar: Für eine langfristige Sicherheit wäre es am besten, ein Handelsabkommen mit den USA zu schließen, um Zölle zu vermeiden, sagt Felbermayr. Wenn man Trump vermittle, dass er der Deal-Maker sei und „ihm saftige Stücke auf den Teller legt, wird er zugreifen“.
Redaktion: Magdalena Stern
Kategorie: Artikel
Datum: 07.12.2024
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