Von sozialen Medien, KI und deren Rolle bei Wahlen

„Im österreichischen Wahlkampf ist Bier einfach wichtiger als Social Media“ – so pointiert eröffnete Uta Russmann, Professorin für Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Innsbruck, die Diskussion am Panel „Superwahljahr 2024 - künstlich gesteuert oder real?“.

Ohne die Sozialen Medien funktioniere es zwar nicht, aber diese seien dennoch nicht ansatzweise so wichtig wie der persönliche Austausch und die „reale Kommunikation“, führte Russmann aus.

Dem kann sich Sophia Kircher, Mitglied des Europäischen Parlaments (ÖVP) nur anschließen und ergänzte: „Kommunikation ist zwar wichtig im digitalen Raum, aber ich glaube, wir brauchen nach wie vor das persönliche Gespräch.“ 

Allerdings verwiesen die Diskussionsteilnehmer*innen auf den wachsenden Einfluss von KI in politischen Kontexten. So erklärte Corinna Milborn (Infochefin bei PULS4): „Der größere und gefährlichere Einsatz von KI ist die Beeinflussung von Diskursen durch staatliche Akteure und Lobbygruppen. KI-programmierte Bots beeinflussen Diskussionen auf sozialen Netzwerken und verbreiten politische Inhalte, können aber nur schwer als KI generiert identifiziert werden.“

In Österreich spiele hierbei ebenfalls der Vertrauensverlust der Menschen in die Politik und soziale Medien eine große Rolle, wie Russmann ergänzt. Alexander Wahler, CEO und Mitgründer der KI-Plattform Onlim, unterstrich: „Man kann Deepfakes nicht mehr erkennen, sie werden immer besser.“

Redaktion: Agnes Weißl-Fischer
Kategorie: Artikel
Datum: 06.12.2024

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