
Was der Herr mit einer Skischaukel verbunden hat, das soll durch Landesgrenzen nicht getrennt werden. Das hat sich wohl auch Anton Mattle gedacht. Er eröffnete am Freitagnachmittag den 15. Mediengipfel im tief verschneiten Tourismusörtchen Lech, das im Unterschied zu großen Teilen des gleichnamigen Flusses in Vorarlberg liegt. Nur ein kleiner föderaler “Affront”, oder steckt mehr dahinter?
Man halte es nicht so genau mit den Grenzen, meinte Stefan Kröll, Geschäftsführer der (Tiroler…) ProMedia, die den Mediengipfel ausrichtet. „Es werden immer wieder Grenzen verschoben, ich warte jetzt mal das Ende des Gipfels ab. Ich bin aber zuversichtlich, dass es friedlich abläuft“, schmunzelte Kröll auf die Frage, ob er befürchte, dass das Land Tirol versuchen könnte, sich Lech geographisch einzuverleiben.
„Wir respektieren Landesgrenzen“, wies Mattle die Spekulationen zurück, dass mehr als freundschaftliche Beziehungen hinter seinem Besuch stecken könnten. „Die Lecher machen einen erstklassigen Tourismus und sind Pioniere auf vielen Wegen, die sie gehen“, streute Mattle den Vorarlbergern Rosen.
Der Piz Buin, der höchste Berg Vorarlbergs, gehöre zu seiner Heimatgemeinde Galtür, konnte sich Mattle eine Spitze gegen den Nachbarn dennoch nicht verkneifen.
Und was meint Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner? Sein Büro lässt ausrichten, dass der eigentlich zuständige LH heuer selbstverständlich nicht ausgeladen wurde, sondern schlicht terminlich verhindert sei. Er freue sich schon darauf, die Veranstaltung im kommenden Jahr wieder zu eröffnen. Die nicht ganz ernst gemeinten Spekulationen nach einem Tiroler Eroberungsfeldzug kommentiert das Büro mit den trockenen Worten: „Kein Kommentar“...
Redaktion: Michael Steger
Kategorie: Artikel
Datum: 30.11.2023
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